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Auch Fachzeitschriften lieben erfolgreiche Studien
Wenn ein Mittel nicht bahnbrechende neue Heilung oder
starke Nebenwirkungen zeigt, ist für die Studienbetreiber auch der
Weg auf die Seiten großer Medizin-Fachzeitschriften mühevoll.
Denn ihr Ansehen hängt am so genannten "Impact-Factor".
Wie oft ein Artikel der Zeitschrift von anderen zitiert wird, gilt als
Gradmesser für das Interesse an der Veröffentlichung. Beiträge,
die zeigen, dass der neue Wirkstoff nicht besser als der alte ist, sind
deswegen unbeliebt und daher schwer zu finden. Um auch diesen wichtigen
Ergebnissen einen Weg in die Öffentlichkeit zu bahnen, haben das
Dana-Faber-Krebsinstitut und die Harvard Medical School vor Jahren die
Initiative ergriffen und eine ganz andere Fachzeitschrift herausgebracht.
Das -> Journal of Negative Results in Biomedicine
veröffentlicht genau diese vermeintlich "uninteressanten"
Studien und schwimmt damit gegen den Strom.
Nicht immer ist die neue Therapie, das neue Medikament besser als das
alte. Aber wer weiß das schon in der Flut der Werbekampagnien der
Hersteller und den Studien in den renommierten Zeitschriften, die den
Ärzten immer neue und immer bessere Wirkungen beweisen wollen.
Immerhin sind sich die elf Fachzeitschriften einig, dass sie sich auf
dem Weg zu mehr Objektivität bei klinischen Tests auch an der eigenen
Nase packen müssen. Denn allein mit der Pflicht zur Registrierung
von Studien ist es nicht getan. Der Weg zu mehr Wahrheit beim Test neuer
Methoden und Wirkstoffe kann nur über die Offenheit führen,
mit der alle Daten eines Versuchs mit Patienten für jedermann zugänglich
sind. Keine neue Behandlung hat eine Chance, wenn sich nicht Freiwillige
melden, die das Risiko eines Tests an ihrem Körper auf sich zu nehmen.
Sie vertrauen darauf, dass sie von behandelnden Ärzten sämtliche
Informationen über die Gefahren bekommen, die sie eingehen. Für
Ihre Bereitschaft können sie erwarten, dass die Forscher ehrlich
über alles berichten, was bei der Studie mit ihren Patienten geschieht.
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