Paul Lauterbur

Photo: University of Illinois
Paul Lauterbur ist heute 74 Jahre alt und gebürtiger Amerikaner. Der Chemiker ist seit 18 Jahren Direktor des Biomedizinischen Magnet-Resonanz-Labors an der Universität Illinois. Schon seit den dreißiger Jahren wusste man, dass sich Atome in einem Magnetfeld wie rotierende Kreisel (-> nächste Seite) ausrichten. Lauterbur hatte die Idee eines Gradienten-Magnetfeldes, bei dem die Stärke der magnetischen Kraft von einem Ende zum anderen zunimmt. Treffen nun Radiowellen auf den Körper, ergibt sich aus der zurückstrahlenden Energie ein zweidimensionales Bild der Struktur des Körpers.

Als er 1972 seine Entdeckung bei der der berühmten naturwissenschaftlichen Zeitschrift "Nature" einreichen wollte, hatte er zunächst wenig Erfolg und erntete eine Ablehnung. Erst nach seinem Protest erschien die nobelpreiswürdige Veröffentlichung. "Ich gratuliere Ihnen, dass Sie letztendlich meinen Beschwerden nachgegeben haben", lobte jetzt der Preisträger die Herausgeber der Zeitschrift.


Sir Peter Mansfield

Photo: University of Nottingham
Der Brite Sir Peter Mansfield ist viereinhalb Jahre jünger als sein Kollege und lehrt seit 1979 Physik an der englischen Universität Nottingham. Er nutzte genauso wie Lauterbur ein graduiertes Magnetfeld, um aus den zurückkommenden Radiostrahlen Bilder zu konstruieren. Nach den ersten Versuchen mit Pflanzenteilen bildete er mit seinem Apparat 1975 einen toten Putenschenkel ab. Das erste menschliche Magnetresonanzbild publizierte er ein Jahr später: einen Finger. Wiederum ein Jahr später dann den kompletten Brustraum eines Mannes.

Seine Berechnungsmodelle waren die Voraussetzung dafür, dass heute auch bewegte Gewebe wie das schlagende Herz oder Blutströme auf dem Bildschirm sichtbar werden. Den Ritterschlag der Queen für seine Arbeit erhielt er schon zehn Jahre vor der verdienten Ehrung aus Stockholm.

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