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Die
ersten Grundlagen für die heutige Anwendung
der Magnetresonanz Spektroskopie liegen etwa ein dreiviertel Jahrhundert
zurück. Zu jener Zeit wußte man bereits, dass Atome wie ein
Planetensystem aus positiv geladenen Protonen im Kern und den negativ
geladenen Elektronen in den Außenschalen des Atoms bestehen. Die
Zellkerne verhalten sich dabei so, als würden
sie ständig um sich selbst rotieren. Und damit wirken sie wie kleine
Stabmagneten mit einem Nord- und einem Südpol.
( 1. Teil der Animation).

Flash-Animation: Prinzip des Kernspin
Bild zum Starten des Films anklicken
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Geraten diese Kreisel in ein Magnetfeld von außen, so richtet sich
die Achse nach diesem Magnetfeld aus, der Stab gerät ins Schlingern
(2. Teil) Genau wie bei einem Spielzeug, dem Gyroskop, fängt der
Kreisel an zu "tanzen" und beschreibt mit seiner Achse selbst einen Kreis.
Je nachdem, ob es sich dabei um Wasserstoff-Atome oder um andere chemische
Elemente handelt, ändert sich dabei die Schnelligkeit dieser Kreisbewegung.
Der amerikanische Atomphysiker Isaak Rabi beobachtete
erkannte in seinen Experimenten mit Lithiumchlorid-Kristallen diese Phänomene
und fügte nun eine weitere Energiequelle hinzu: Er bestrahlte die
tanzenden Zellkerne mit Radiostrahlung und
veränderte das magnetische Feld. Wenn nun die Frequenz der tanzenden
Kreisachse genau der Frequenz der Radiostrahlung entspricht, kommt es
zur Magnetresonanz: Die Achse des atomaren
Stabmagneten dreht sich um und das gesamte Atom nimmt Energie auf. Sobald
sich die äußeren Kräfte wieder verändern, wird diese
Energie postwendend in Form von Strahlung abgegeben.
Die Entdeckung dieser Kernresonanz trug Rabi 1944 den Nobelpreis für
Physik ein, denn mit ihrer Hilfe konnte er nun die Molekülstrukturen
mit verschiedenen Atomen analysieren, die sich im magnetischen Feld jeweils
anders verhielten.
Mit der Weiterentwicklung von immer schnelleren Computern, die die Datenflut
der Resonanzen bei der Veränderung von Radiostrahlung und Magnetfeld
in Sekundenbruchteilen analysierten, gelang der Magnetresonanz-Tomografie
der endgültige Durchbruch. Sie erlaubten die Entwirrung von immer
komplizierteren molekulare Strukturen. Lauterbur machte aus dem gleichmäßigen
Magnetfeld einen Gradienten, dessen Stärke von einem Ende zum anderen
abnahm. Je nach Position der entsprechenden bestimmter Atome änderte
sich nun deren Resonanzfrequenz - und erlaubte nun eine genaue Lagebestimmung
des Atoms im Raum. Die Stärke der Resonanzantwort ließ Rückschlüsse
auf die Größe des Gewebes zu.
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