Eine Aufnahme zeigt in der Regel einen Querschnitt durch die entsprechenden Körperregion. So wie die Wurstscheiben, lassen sich die Bilder so zusammensetzen, dass sich dann eine dreidimensionale Abbildung des entsprechenden Körperteils ergibt.

Kontrastmittel wie zum Beispiel das schwere chemischen Element Gadolinium lagern sich an krankhafte Oberflächen wie Tumoren oder Narbengewebe an und erzeugen dort ein eigenes magnetisches Feld. Die Gewebe erscheinen dann entsprechend heller als der übrige Hintergrund.



Darstellung von Blutgefäßen im Gehirn durch MRT
Photo: Nature Press /Univ. Nottingham

Bild zum Vergrößern anklicken

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen ist einer der Pioniere auf dem Gebiet der "funktionellen Magnetresonanz": Sauerstoffbeladenes Blut verhält sich im Magnetfeld anders als sauerstoffarmes. Diese Entdeckung nutzen die MRT-Experten, um gut durchblutete Organe von solchen zu unterscheiden, deren Stoffwechsel sparsam läuft. Mit diesem Wissen werden für sie Gehirnregionen sichtbar, die besonders aktiv sind - und entsprechend gut durchblutet. Informationsverarbeitung und Bewegungssteuerung im Gehirn des Menschen werden auf diese Weise sichtbar.

Und das schon fast in Echtzeit: Die Signale werden von den Computern so schnell in Bilder umgesetzt, dass Neurochirurgen die Magnetresonanz, kombiniert mit fluoreszierenden Kontrastmitteln schon heute verwenden, um Schnitte oder den Strahl einer Laserkanone genau zu kontrollieren.

In den Körper eines Kranken hineinschauen, ohne ihn zu öffnen, ohne ihn mit schädlichen Chemikalien zu malträtieren oder Drähte und Leitungen mit Kameras hineinzulegen. Die Magnetresonanzspektroskopie macht diese einstige Utopie zu einer der wichtigsten Diagnosen für den Arzt. Möglicherweise ist der "späte" Nobelpreis 2003 nicht der letzte, den das Nobelkomitee für die Entwicklung der MRT vergibt.

--> Links und Quellen

 



-> Längst überfällig

-> Erfolg im zweiten Anlauf

-> Tanzender Kreisel

-> Bilder von Krebs und Schlaganfall

-> Links und Quellen

 nach oben